Couragierte TV-Damen landen Coup (Bericht der PNP vom 06.04.2019)

TT-BOL: Ruhmannsfelden holt Meisterschaft mit 8:4 gegen Passau.

Ruhmannsfelden. Famoser Schluss- und Höhepunkt einer spannenden Saison: Die Tischtennis-Damen des Turnvereins 1892 Ruhmannsfelden haben im "Endspiel" um die Meisterschaft der Bezirksoberliga die Nerven behalten und gegen den punktgleichen Kontrahenten TTC Fortuna Passau mit einem 8:4-Triumph den Titel erobert.
Sowohl spielerisch als auch kämpferisch überzeugten die Ruhmannsfeldenerinnen mit einer bärenstarken Leistung; zudem machten sie mit Mut und Entschlossenheit die "big points" in den entscheidenden Phasen des gutklassigen Meisterschaftsduells. Ausschlaggebend für den unerwarteten Coup war der geschlossene Auftritt des TV-Quartetts. Dagegen konnte Passau nur auf seine Spitzenspielerin bauen, die drei der vier Zähler holte.
Die Partie in der Fritz-Wittmann-Halle begann mit einem Paukenschlag der Gastgeberinnen, die beide Doppel für sich entschieden. Alexandra Müller/Bianca Thurnbauer siegten in drei Sätzen, Petra Rinderer/Petra Schreiner in vier Durchgängen. Im ersten Einzel erhöhte Alexandra Müller auf 3:0, nach dem ersten Sieg der Fortunen holte Ruhmannsfelden zum zweiten Doppelschlag aus. Petra Rinderer gewann in überlegener Manier, Petra Schreiner drehte einen 0:2-Satzrückstand mit einer Energieleistung in einen 3:2-Erfolg um.
Der 5:1-Vorsprung stärkte den TV-Damen den Rücken, während die leicht favorisierten Passauerinnen immer stärker unter Druck gerieten und zunehmend hektisch agierten. Die Nummer eins der Gäste verkürzte auf 5:2, doch mit dem dritten Doppelpack entschied Ruhmannsfelden den Titelkampf. Bianca Thurnbauer und Petra Rinderer stellten auf 7:2 – das Unentschieden, das Ruhmannsfelden zur Meisterschaft gereicht hätte, war somit unter Dach und Fach. Passau gelang anschließend eine Ergebniskosmetik mit zwei Gegenpunkten zum 7:4, ehe Alexandra Müller den Deckel draufsetzte und den 8:4-Endstand besorgte.
Danach ließen die Champions die Korken knallen, die Meisterschaft wurde ausgelassen gefeiert bei den vier Stammspielerinnen Alexandra Müller (Einzelbilanz 17:2), Bianca Thurnbauer (12:4), Petra Rinderer (15:3), Petra Schreiner (4:4) und der reaktivierten Klara Zellner (1:6), die in der Vorrunde für die krankheitsbedingt ausgefallene Petra Schreiner in die Bresche gesprungen war. Ob die TV-Damen das Aufstiegsrecht wahrnehmen, steht noch nicht fest. In der Verbandsliga Südost sind wahrscheinlich wieder nur Mannschaften aus Oberbayern und der Landshuter Region vertreten. Nun gilt es abzuwägen, ob die neuen Anforderungen mit einem kleinen Kader und weiten Fahrtstrecken bewältigt werden können. − kr

verfasst am 17.09.2019