Bayernliga-Aufstieg ade: TVR verliert 4:9

Tischtennisteam aber deutlich unter Wert geschlagen – Alle sechs Fünf-Satz-Partien verloren

Es hat nicht sollen sein, der Traum vom Aufstieg in die Tischtennis-Bayernliga ist geplatzt. Die I. Herrenmannschaft des TV 1892 Ruhmannsfelden musste sich Post SV Telekom Augsburg mit 4:9 geschlagen geben.

Dem Ergebnis nach eine klare Angelegenheit, aber die Ruhmannsfeldener zeigten sich im Relegationsduell der Vizemeister der Landesliga-Staffeln Südost und Südwest durchaus auf Augenhöhe mit dem Gast aus Schwaben. Das Satzverhältnis von 25:28 deutet an, dass dieser Stichkampf hart umkämpft war. Ruhmannsfelden fehlte jedoch das nötige Quäntchen Glück. Der TV zog nämlich in allen sechs Fünf-Satz-Begegnungen den Kürzeren, in vier davon behielt Augsburg mit lediglich zwei Punkten Differenz die Oberhand.

Allerdings war der Sieg des Post-SV-Teams nicht unverdient, denn die Gäste agierten in entscheidenden Phasen einen Tick cooler, einen Tick entschlossener, einen Tick zielstrebiger. Zudem ließen sich die Augsburger nicht beeindrucken von der Kulisse von rund 80 Zuschauern, die wieder für eine prächtige Stimmung in der TV-Halle sorgten.

Das Aufstiegsmatch begann nicht gerade vielversprechend für Ruhmannsfelden. Im ersten Fünf-Satz-Spiel des Abends kassierte das TV-Spitzendoppel Zisler/Stern eine überraschende Niederlage. Für den 1:1-Ausgleich sorgten Rinderer/Stöger, die ihrerseits das Augsburger Top-Duo beim 3:0-Sieg ziemlich alt aussehen ließen. Im dritten Doppel konnten Hagl/Heigl nur im ersten Satz Akzente setzen, verloren die drei folgenden Durchgänge und der TV lag mit 1:2 im Hintertreffen.

Im ersten Einzel machte Ruhmannsfeldens Nachwuchshoffnung Daniel Rinderer kurzen Prozess mit Dieter Voigt und fegte den Altmeister der Gäste mit 3:0 vom Tisch. Ein begeisterndes Match lieferten sich Raffael Zisler und Gamm, aber trotz toller Ballwechsel unterlag der TVler mit 9:11 im Entscheidungssatz. Die beiden folgenden Partien im Mittelkreuz gingen ebenfalls über die volle Distanz. Lucas Stöger machte einen 0:2-Rückstand wett, doch auch er verlor Durchgang fünf mit 9:11. Noch enger war es bei Franz Stern, der beherzt kämpfte, aber im Entscheidungssatz als 12:14-Verlierer vom Tisch gehen musste.

Damit nicht genug. Christian Hagl sah nach zwei Sätzen wie der sichere Sieger aus, verlor jedoch den Faden und musste im fünften Durchgang mit 9:11 die Segel streichen. Der TV war mit 2:6 ins Hintertreffen geraten, ehe Florian Heigl wieder für einen Lichtblick sorgte. Er ging konzentriert zu Werke, behauptete sich mit einer starken Leistung mit 3:1 und verkürzte auf 3:6. Im Spitzenduell fand Daniel Rinderer keinen Rhythmus gegen die Augsburger Nummer eins, die immer wieder mit einer knallharten Rückhand punkte.

Keine Probleme hatte dagegen Raffael Zisler, der mit einem überlegt herausgespielten 3:0-Erfolg das 4:7 besorgte. Dann konnte Lucas Stöger seinem Kontrahenten nur im zweiten Satz Paroli bieten und hatte mit 0:3 das Nachsehen. Trotz des auf 4:8 angewachsenen Rückstandes ließ sich Franz Stern nicht hängen, doch auch im sechsten Fünf-Satz-Spiel sprang kein Zähler für Ruhmannsfelden heraus. Doppelt bitter für die Hausherren, denn Christian Hagl hatte seine Partie schon gewonnen.

Nach diesem deprimierenden Spielverlauf ließen die TVler verständlicherweise die Köpfe hängen. Obwohl das i-Tüpfelchen fehlte, dürfen die Ruhmannsfeldener stolz sein auf eine großartige Landesliga-Saison, in der sie als Neuling mit der nie erwarteten Vizemeisterschaft für Aufsehen gesorgt hatten. Post SV Telekom Augsburg bleibt im Aufstiegsrennen und kämpft am Sonntag beim Bayernliga-Releganten DJK SB Landshut II um den freien Platz in der Bayernliga Süd.

STATISTIK: TV Ruhmannsfelden – Post SV Telekom Augsburg 4:9: Zisler/Stern – Voigt/Wittl 3:11, 11:7, 11:8, 9:11, 8:11; Rinderer/Stöger – Gamm/Mayer 11:8, 11:8, 11:7; Hagl/Heigl – Vogt/Püschel 11:6, 6:11, 6:11, 5:11; Rinderer – Voigt 11:5, 11:9, 11:7; Zisler – Gamm 9:11, 11:6, 11:6, 4:11, 9:11; Stöger – Wittl 3:11, 7:11, 11:9, 11:7, 9:11; Stern – Mayer 10:12, 11:5, 8:11, 11:8, 12:14; Hagl – Püschel 11:8, 12:10, 6:11, 6:11, 9:11; Heigl – Vogt 15:13, 11:4, 8:11, 11:9; Rinderer – Gamm 3:11, 9:11, 9:11; Zisler – Voigt 11:8, 11:6, 11:6; Stöger – Mayer 5:11, 11:13, 6:11; Stern – Wittl 7:11, 5:11, 12:10, 11:6, 6:11. − kr

verfasst am 17.09.2019