Starkes Spitzenduo hält TV-Niederlage in Grenzen (Bericht der PNP vom 11.03.2016)

Tischtennis-Bayernliga: Ruhmannsfeldener 4:9 bei der Spvgg Westheim – Daniel Rinderer startet bei der "Deutschen" in Straubing.

Ein achtbares Ergebnis erreichen: Dieses Vorhaben ist der stark ersatzgeschwächten I. Herrenmannschaft des TV 1892 Ruhmannsfelden in der jüngsten Auswärtspartie der Tischtennis-Bayernliga Süd gelungen. Bei Mitaufsteiger Spvgg Westheim verlor der designierte Absteiger mit 4:9.

Die Ruhmannsfeldener mussten die Fahrt ins Schwäbische ohne den verhinderten Martin Franz und ohne den erkrankten Franz Stern antreten. Für die beiden kamen Routinier Hans Rinderer und Bernhard Loibl zu ihren ersten Bayernliga-Einsätzen. Vor allem Ersterem wäre beinahe eine Überraschung gelungen. Hans Rinderer spielte Doppel mit Filius Daniel und die Vater-Sohn-Kombination unterlag dem Westheimer Spitzenduo nur denkbar knapp mit 10:12 im entscheidenden fünften Satz.

Nachdem die Gäste schnell mit 0:3 ins Hintertreffen geraten waren, präsentierte sich das Ruhmannsfeldener Spitzenkreuz von seiner besten Seite. Raffael Zisler zwang Altmeister Schölhorn in fünf Durchgängen in die Knie, Daniel Rinderer zeigte sich nervenstark bei seinem Vier-Satz-Erfolg und verkürzte auf 2:3. In den folgenden Begegnungen im mittleren und hinteren Paarkreuz hatten jedoch Marcel Havlicek, Lucas Stöger, Hans Rinderer und Bernhard Loibl nicht viel zu bestellen, so dass der Rückstand auf 2:7 anwuchs.

Den zweiten Einzeldurchgang eröffnete Daniel Rinderer mit einem starken Auftritt und einem klaren 3:0-Erfolg gegen Westheims Topmann Schölhorn. Auch Raffael Zisler begann zielstrebig, gab aber eine 2:0-Satzführung aus der Hand und zog mit 2:3 den Kürzeren. Für den vierten TV-Zähler sorgte dann Marcel Havlicek, der über die volle Distanz gehen musste und im fünften Durchgang mit 18:16 die Partie für sich entschied. Nach der glatten 0:3-Niederlage von Lucas Stöger war Schluss in Westheim, wo sich die Ruhmannsfeldener gut aus der Affäre gezogen hatten.

STATISTIK: Spvgg Westheim – TV Ruhmannsfelden 9:4: Granovskij/Österreicher – Zisler/Stöger 12:10, 11:8, 11:3; Schölhorn/Vihl – Rinderer/Rinderer 6:11, 11:5, 10:12, 11:9, 12:10; Lindner/Fabritius – Havlicek/Loibl 11:8, 14:12, 11:6; Schölhorn – Zisler 9:11, 11:7, 10:12, 11:3, 9:11; Granovskij – D. Rinderer 13:15, 11:6, 8:11, 16:18; Lindner – Stöger 11:5, 11:7, 11:5; Vihl – Havlicek 11:8, 7:11, 11:4, 11:5; Österreicher – Loibl 11:9, 11:9, 11:4; Fabritius – H. Rinderer 11:5, 11:3, 11:9; Schölhorn – D. Rinderer 7:11, 6:11, 11:13; Granovskij – Zisler 6:11, 8:11, 11:7, 11:6, 11:7; Lindner – Havlicek 6:11, 11:9, 11:7, 3:11, 16:18; Vihl – Stöger 11:6, 11:5, 11:7.

Die Ruhmannsfeldener Abschiedstour aus der Bayernliga geht weiter am Samstag, 19. März (19 Uhr), mit einem Heimspiel gegen TTG Phönix Straubing. Der Niederbayern-Rivale braucht noch Zählbares für den Klassenverbleib, doch beim Derby in eigener Halle wird der TV bestimmt keine Geschenke verteilen. Im Gegensatz zu seinen Teamkameraden hat Nachwuchsstar Daniel Rinderer keine Pause. Die TV-Hoffnung startet quasi als Lokalmatador bei den deutschen Meisterschaften der Schüler, die am Samstag und Sonntag in Straubing (Sportzentrum Peterswöhrd) in Szene gehen.

Zu den erwartet deutlichen Siegen kamen die beiden Bezirksliga-Herrenmannschaften der Ruhmannsfeldener Tischtennis-Cracks. Team II machte kurzen Prozess mit dem TSV Oberalteich II, dem Schlusslicht der 2. Bezirksliga. Der TV gestattete den Gastgebern nur den Ehrenpunkt, das 9:1 sicherten: Christian Hagl/2, Florian Heigl, Arnold Buchner, Florian Kopp, Florian Hacker sowie die Doppel Buchner/Tobias Bauer, Hagl/Heigl und Kopp/Hacker.

Die Herren III wiesen auf heimischen Tischen den abstiegsgefährdeten Nachbarn SV Gotteszell mit 9:2 in die Schranken. Bis auf wenige Ausnahmen beherrschten die Ruhmannsfeldener das Geschehen, die Zähler holten: Ernst Wirth/2, Bernd Urban/2, Koni Bauer, Hans Rinderer, Erich Lippl sowie die Doppel Wirth/Urban und Rinderer/Georg Kauschinger. Zur Meisterschaft in der 3. Bezirksliga braucht die III. Herrenmannschaft noch einen Punkt – ergo: Nach der heutigen Heimpartie gegen den TTC Frauenau könnte bereits der Titelgewinn gefeiert werden.

Die Damen haben die Saison in der 1. Bezirksliga schon beendet. Nach einer katastrophalen Rückrunde mit ständigen Ausfällen wurden die Ruhmannsfeldenerinnen bis auf den 7. Platz durchgereicht. Zuletzt gab es ein 7:7-Unentschieden beim TSV Bogen und eine 6:8-Heimpleite gegen den Tabellen-Nachbarn SV Kelheimwinzer. Beim Teilerfolg punkteten Alexandra Müller/2, Bianca Thurnbauer/2, Christina Wassermann/2 und Müller/Thurnbauer. Beim heimischen Saisonfinale gingen drei der vier Fünf-Satz-Spiele an Kelheimwinzer, für Ruhmannsfelden waren Müller, Thurnbauer/2, Wassermann/2 und Müller/Thurnbauer erfolgreich. − kr


verfasst am 18.06.2019