TV-Finale: Wacker gekämpft, aber es reicht nicht (Bericht der PNP vom 19.04.2016)

Tischtennis-Bayernliga: Ruhmannsfelden unterliegt Landshut II mit 6:9 und Straubing mit 5:9.

Auch in den beiden Derbys zum Saisonfinale der Tischtennis-Bayernliga Süd haben die Herren des TV 1892 Ruhmannsfelden den Schalter nicht mehr umlegen können. Der Absteiger zog gegen die DJK SB Landshut II mit 6:9 den Kürzeren und musste gegen TTG Phönix Straubing mit 5:9 die Segel streichen. Damit blieb der Auftakterfolg gegen Kolbermoor das einzige zählbare Erfolgserlebnis für die Ruhmannsfeldener, der zweite Sieg in Murnau kam wegen des vorzeitigen Rückzugs der Oberbayern nicht in die Wertung.

Die beiden Partien gegen die Niederbayern-Kontrahenten offenbarten Parallelen zu einigen voran gegangenen Bayernliga-Spielen in dieser verkorksten Saison. Der TV bot den Gegnern über weite Strecken Paroli, doch in den entscheidenden Phasen oder bei knappen Spielständen hatten die TVler meistens das Nachsehen. Daher reichte es auch gegen die noch um den Klassenerhalt kämpfenden Landshuter und Straubinger nicht, wobei in beiden Begegnungen zumindest ein Teilerfolg möglich gewesen wäre.

Beim Saisonfinale wurden die Doppel umgestellt. Gegen Landshut brachten Rinderer/Havlicek ihre Farben gegen das Spitzenduo der Gäste in Front, während Zisler/Stern im fünften Satz unterlagen. Stöger/Bauer mussten sich in vier Sätzen beugen. Daniel Rinderer drehte nach 0:2-Rückstand den Spieß um und sorgte mit dem 3:2-Erfolg für den 2:2-Ausgleich. Durch Niederlagen von Raffael Zisler, Marcel Havlicek und Lucas Stöger geriet Ruhmannsfelden mit 2:5 ins Hintertreffen.

Im Schlusskreuz behielt der stark spielende Franz Stern die Oberhand, während Ersatzmann Tobias Bauer nichts zu bestellen hatte. Gleiches galt für Daniel Rinderer, doch dann durften Raffael Zisler und Marcel Havlicek jubeln und der TV verkürzte auf 5:7. Die unglückliche Niederlage von Lucas Stöger bedeutete die Vorentscheidung. Franz Stern brachte mit seinem zweiten Einzelerfolg zwar den sechsten Zähler aufs Ruhmannsfeldener Konto, doch Tobias Bauer ging trotz guter Vorstellung leer aus.

Tags darauf gegen Phönix Straubing legte der TV einen gelungenen Start hin. Die Doppel Rinderer/Zisler und Havlicek/Stern brachten ihre Farben mit 2:0 in Front. Stöger/Kopp zogen den Kürzeren und nach einer etwas überraschenden Niederlage von Daniel Rinderer, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, hieß es 2:2. Nun kam die stärkste Phase der TV-Truppe: Der groß auftrumpfende Raffael Zisler und Marcel Havlicek sorgten für die 4:2-Führung von Ruhmannsfelden, nach einer weiteren 2:3-Niederlage von Lucas Stöger stellte Franz Stern mit dem 5:3 den alten Abstand wieder her.

Doch die rund 50 Zuschauer, die zum Saisonausklang in die TV-Halle gekommen waren, erlebten keine Überraschung mehr. Bei Ruhmannsfelden riss der Faden und Straubing bekam Oberwasser. Die TVler kämpften zwar verbissen, doch die Big-Points machten die Donaustädter, so dass die Hausherren in den folgenden sechs Einzeln keinen Punkt mehr auf die Habenseite brachten. Straubing sicherte sich mit dem Sieg den Verbleib in der Bayernliga, während Landshut II den Weg in die Abstiegsrelegation antreten muss. Wie es beim TV nach dem Wechsel von Daniel Rinderer zu Bayern München (wir berichteten) weitergeht, wird sich in den nächsten drei, vier Wochen entscheiden.

STATISTIKEN: TVR – SB Landshut II 6:9: Rinderer/Havlicek – Plewinski/Eder 8:11, 11:3, 11:7, 11:8; Zisler/Stern – Berger/Pollack 13:15, 11:9, 11:8, 7:11, 5:11; Stöger/Bauer – Betz/Mühlig 4:11, 10:12, 11:9, 8:11; Rinderer – Eder 9:11, 15:17, 11:9, 11:7, 11:7, 11:7; Zisler – Plewinski 3:11, 8:11, 8:11; Havlicek - Betz 14:12, 10:12, 7:11, 5:11; Stöger – Berger 9:11, 9:11, 15:13, 5:11; Stern – Mühlig 8:11, 11:5, 11:7, 11:9; Bauer – Pollack 2:11, 10:12, 3:11; Rinderer – Plewinski 14:16, 9:11, 4:11; Zisler – Eder 13:11, 11:4, 7:11, 11:8; Havlicek – Berger 11:8, 11:6, 11:4; Stöger – Betz 12:10, 6:11, 12:14, 13:15; Stern – Pollack 11:4, 11:9, 11:9; Bauer – Mühlig 9:11, 9:11, 6:11.

TVR – Straubing 5:9: Rinderer/Zisler – Neudecker/Vogel 11:8, 9:11, 11:4, 7:11, 11:9, Havlicek/Stern – Zajicek/Wiesmüller 2:11, 11:8, 16:18, 11:9, 11:5; Stöger/Kopp – Eckert/Kühne 11:7, 7:11, 4:11, 6:11; Rinderer – Neudecker 10:12, 12:10, 9:11, 11:4, 6:11, Zisler – Zajicek 6:11, 11:8, 9:11, 11:2, 17:15; Havlicek – Vogel 11:7, 9:11, 11:5, 11:7; Stöger – Eckert 11:8, 3:11, 8:11, 11:8, 7:11; Stern – Kühne 11:6, 11:8, 11:8; Kopp – Wiesm. 7:11, 11:8, 8:11, 4:11; Rinderer – Zajicek 14:16, 10:12, 8:11; Zisler – Neudecker 9:11, 3:11, 11:9, 8:11; Havlicek – Eckert 11:5, 11:9, 7:11, 4:11, 9:11; Stöger – Vogel 10:12, 14:16, 8:11; Stern – Wiesm. 7:11, 8:11, 13:11, 9:11.


verfasst am 29.02.2020