TV setzt beim Auftakt dickes Ausrufezeichen !!! (Bericht der PNP vom 29.09.15)

Tischtennis-Bayernliga: Ruhmannsfelden zwingt Oberliga-Absteiger Kolbermoor mit 9:5 in die Knie.

Mit einem Paukenschlag haben die Tischtennis-Herren des TV 1892 Ruhmannsfelden die neue Saison in der Bayernliga Süd in Angriff genommen. Beim Auftaktduell wuchs der Aufsteiger über sich hinaus und ließ Oberliga-Absteiger SV DJK Kolbermoor nach einer überragenden Heimvorstellung mit 9:5 abblitzen.

Wie schon im Vorfeld vermutet, waren die Oberbayern nicht mit der stärksten Mannschaft nach Ruhmannsfelden gekommen. Von den drei ausländischen Topleuten spielte nur die Nummer eins, der Slowake Jancovic. Wie von den Gästen zu erfahren war, werden sich die drei Spitzenkräfte Jancovic, Klimek und Toth im Saisonverlauf abwechseln, so dass jeweils nur einer zum Einsatz kommen wird. Die Ruhmannsfeldener legten sich von Beginn an mächtig ins Zeug, zeigten keinerlei Respekt vor dem Titelfavoriten, gaben keinen Ball verloren und wurden für den großartigen kämpferischen Einsatz belohnt.

Bereits in den Doppeln demonstrierte die TV-Truppe, dass man sich einiges vorgenommen hat. Die Youngsters Rinderer/Stöger mussten zwar klar die Segel streichen, doch Zisler/Stern gaben sich keine Blöße und auch die schon gut harmonierenden Neuzugänge Havlicek/Niedermeier siegten in souveräner Manier. Ruhmannsfelden lag mit 2:1 in Front und legte schnell das 3:1 drauf, nachdem Nachwuchshoffnung Daniel Rinderer, den seine Rückenbeschwerden kaum beeinträchtigten, seinen Kontrahenten Fuchs mit 3:0 vom Tisch gefegt hatte.

Danach musste sich Raffael Zisler dem Frontmann der Gäste in fünf Sätzen beugen, doch Marcel Havlicek ließ seinen jungen Gegner Schoder mehrmals alt aussehen und sorgte mit einem makellosen 3:0-Erfolg für das 4:2. Lucas Stöger tat sich dagegen schwer und unterlag Messelberger mit 0:3. In großartiger Form präsentierte sich Franz Stern, der mit Söllner kurzen Prozess machte. Nachdem Stefan Niedermeier, dem es noch an Wettkampfpraxis mangelt, gegen Khakpour das Nachsehen hatte, ging es mit einem 5:4 für den TV in den zweiten Einzeldurchgang.

Das Spitzenduell avancierte zum Höhepunkt dieser Partie. Daniel Rinderer und Jancovic lieferten sich einen tollen Fight mit begeisternden Ballwechseln. Der junge TV-ler führte im fünften Satz mit 5:1, doch dann riskierte der Slowake alles und riss vor allem mit knallharten Rückhandschlägen das Spiel noch aus dem Feuer. Doch der TV ließ nicht locker. Raffael Zisler hatte gegen Fuchs nur im ersten Durchgang Probleme, durch sein 3:1 lagen die Hausherren wieder in Front. Marcel Havlicek brachte mit seiner schwer ausrechenbaren Spielweise auch Messelberger fast zur Verzweiflung und stellte auf 7:5.

Die Chancen auf einen Punktgewinn waren gestiegen, was auch Lucas Stöger spürte, der sich gegen Schoder steigerte und mit seinem 3:1 den achten Zähler holte. Die Partie von Franz Stern gegen Khakpour war nichts für schwache Nerven. Nach 1:2-Satzrückstand lag er im vierten Durchgang im 5:10 im Hintertreffen, doch der TV-ler wehrte fünf Matchbälle ab und gewann mit 14:12. Ähnlich verlief der entscheidende fünfte Satz: Nach 4:8-Rückstand drehte Stern erneut groß auf, triumphierte mit 11:8 und sicherte seinen Farben den nie erwarteten 9:5-Erfolg gegen den Meisterschaftsaspiranten.

Beim zweiten Saisonspiel am nächsten Samstag, 3. Oktober, kann Ruhmannsfelden erneut den Heimvorteil in die Waagschale werfen. Nach dem Absteiger gibt diesmal ein Mitaufsteiger seine Visitenkarte in der TV-Halle ab, ab 19 Uhr bekommen es Rinderer und Co. mit der Spvgg Westheim zu tun. Nach dem tollen Auftakt wollen die Ruhmannsfeldener auch gegen den Vorjahresmeister der Landesliga Süd-West nicht leer ausgehen.− kr

STATISTIK: TV Ruhmannsfelden – SV DJK Kolbermoor 9:5: Zisler/Stern – Messelberger/Khakpour 11:8, 11:3, 11:2; Rinderer/Stöger – Jancovic/Fuchs 9:11, 7:11, 8:11; Havlicek/Niedermeier – Schoder/ Söllner 11:5, 11:7, 8:11, 11:5; Rinderer – Fuchs 11:5, 11:4, 11:4; Zisler – Jancovic 7:11, 11:8, 0:11, 11:4, 6:11; Havlicek – Schoder 11:8, 13:11, 16:14; Stöger – Messelberger 11:13, 7:11, 8:11; Stern – Söllner 11:5, 11:5, 11:6; Niedermeier – Khakpour 7:11, 11:8, 4:11, 5:11; Rinderer – Jancovic 11:6, 8:11, 5:11, 11:9, 7:11; Zisler – Fuchs 3:11, 11:8, 11:9, 11:7; Havlicek – Messelberger 11:4, 11:4, 9:11, 11:2; Stöger – Schoder 12:10, 11:7, 10:12, 13:11; Stern – Khakpour 11:8, 7:11, 8:11, 14:12, 11:8.


verfasst am 18.06.2019