Langer Abstiegskampf mit Happy End

(Bericht der PNP vom 08.04.2026)
9:1 in Vilshofen sichert TV den Verbleib in der Tischtennis-Landesliga – Saisonfinale gegen Vizemeister Passau II


Ruhmannsfelden. Geschafft. Die Tischtennis-Abteilung des Turnvereins 1892 Ruhmannsfelden kann für ihre erste Mannschaft die Planungen für eine weitere Saison in der Landesliga in die Wege leiten. Mit dem 9:1-Erfolg bei Absteiger TTV Vilshofen und dem erstmals positiven Punktekonto von 20:18 machte Ruhmannsfelden in der Tabelle etwas Boden gut und geht als Rangsechster in das Saisonfinale am Samstag gegen Vizemeister TTC Fortuna Passau II.

Im Niederbayern-Derby, dem vorletzten Match einer nervenaufreibenden Punkterunde, profitierte der TV von einer entscheidenden personellen Schwächung von Vilshofen. Der Absteiger musste auf Topmann Atikovic (Trainerlehrgang) verzichten und konnte nur drei Akteure aufbieten. Dadurch kam Ruhmannsfelden zu drei kampflosen Punkten (ein Doppel und die Einzel zum 6:0 und zum 9:1).

Im Ruhmannsfeldener Team fehlte der weiterhin verletzte Routinier Franz Stern. Im einzigen ausgetragenen Doppel verbuchten Raffael Zisler/Manuel Datzmann einen klaren 3:0-Erfolg. Im Spitzenkreuz bestimmen die Gäste ebenfalls das Geschehen. Beide TV-ler gaben keinen Satz ab, Manuel Datzmann besorgte das 3:0 und Raffael Zisler stellte auf 4:0. Der erneut sehr gut agierende Ersatzmann Matthias Bayerer stockte mit seinem 3:1-Erfolg den Vorsprung auf 5:0 auf.

Nach dem kampflosen 6:0 von Tobias Bauer folgte die einzige Niederlage durch Raffael Zisler, der mit 2:3-Sätzen knapp den Kürzeren zog. Viel mehr schmerzt aber seine Verletzung, bei der wahrscheinlich die nächste längere Pause für den TV-Spitzenspieler zu befürchten ist. In den letzten beiden Einzeln dominierte nochmals Ruhmannsfelden. Manuel Datzmann besorgte das 7:1, Tobias Bauer das 8:1 und der kampflose Sieg von Matthias Bayerer bedeutete den 9:1-Endstand.

Zum Saisonausklang in der Landesliga Südsüdost erwartet Ruhmannsfelden am kommenden Samstag die Zweitliga-Reserve des TTC Fortuna Passau. Die Partie gegen den Vizemeister beginnt um 19 Uhr in der Fritz-Wittmann-Halle. Auch bei einer Niederlage dürfte am Ruhmannsfeldener Klassenverbleib nicht mehr zu rütteln sein. Fest steht, dass der SV Niederbergkirchen und der TTV Vilshofen den Gang in die Bezirksoberliga antreten müssen. Der dritte Absteiger und der Relegant werden ermittelt zwischen DJK SV Kolbermoor, der den TV nicht mehr einholen kann, sowie dem SV Finsterau und dem TSV Heining-Neustift, die in einer Nachholpartie vorab die Klingen kreuzen. Finsterau müsste sowohl das Derby als auch das Finale gegen Vilshofen gewinnen, um mit dem TV und Heining-Neustift gleichzuziehen. In diesem Fall würde das Spieleverhältnis den Ausschlag geben und hier hat Ruhmannsfelden zumindest im Vergleich mit Heining die besseren Karten in der Hand.

Relegation mit Team zwei
Titel für die Rinderers

Im Gegensatz zur „Ersten“ ist für die zweite Mannschaft der Abstiegskampf noch nicht beendet, da in der Bezirksliga Nord-West der direkte Klassenerhalt unglücklich verpasst wurde. Die TV-Reserve muss als Tabellenachter in die Saisonverlängerung, die Relegationsrunde, die am Samstag, 18. April, ab 10 Uhr in der heimischen Fritz-Wittmann-Halle in Szene gehen wird. Ruhmannsfelden „rittert“ um den freien Bezirksliga-Platz mit den beiden Bezirksklasse A-Vizemeistern, dem stark eingeschätzten TSV Bogen (Gruppe Straubing) und der SG Metten-Neuhausen (Gruppe Bayerwald).

Ihre Titelsammlung aufgestockt haben die beiden Ruhmannsfeldener Nachwuchstalente Jonas und Fabian Rinderer. Die 15-jährigen Zwillinge hatten sich zu Beginn der neuen Saison dem TV Hilpoltstein angeschlossen und errangen mit der zweiten Mannschaft die Meisterschaft in der Oberliga Bayern. Mit dem 9:1 gegen DJK Altdorf, dem 5:5 beim FC Bayern München II und dem 7:3 beim TSV Gräfelfing II wurde der Titelgewinn vor dem letzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht. Die Rinderers waren auch in diesen Partien zuverlässige Punktesammler in den Einzeln und zusammen in den Doppeln, in denen die Brüder bislang erst ein Match verloren haben. Als Meister schaffte Hilpoltstein die sofortige Rückkehr in die Regionalliga, die nächste Herausforderung für Jonas und Fabian Rinderer, die auch in der neuen Spielrunde für die Mittelfranken an die Tische gehen werden. -kr



verfasst am 08.04.2026